Das unscheinbare Gerätehaus "Im Alten Dorfe" (53.15155°N, 10.29290°E, Höhe= 94.9m, Quelle: Geoplaner V2.7) wurde im Laufe der Jahre zu klein. Mit wachsender Einwohnerzahl stieg auch die Anzahl der Feuerwehr-Mitglieder, und schnell wurde klar, dass das Gerätehaus mehr als nur eine sichere, und für jedermann schnell erreichbare Verwahrstelle für das Einsatzfahrzeug ist. Auch der damals "neue" VW TSF 8 war größer als das kleine Gerätehaus. Vorerst entstand ein kleiner Anbau, doch die Mängel am und im Haus waren unübersehbar...

     

Im März 1991 wurde dann der Grundstein für das neue Gerätehaus "Westerkamp" (53.15081°N, 10.28946°E, Höhe= 96.9m, Quelle: Geoplaner V2.7) gelegt. In viel Eigenleistung durch die Kameraden entstand ein schmuckes Gerätehaus mit idealem Standort, das sich zudem noch repräsentativ ins Dorfbild einfügte. Neben der größeren Fahrzeughalle sollte auch ein Schulungsraum integriert werden - schließlich kamen immer mehr Ausbildungsunterrichte, Versammlungen und anderweitige Feuerwehr-Veranstaltungen hinzu.

     

Kurze Zeit nach der feierlichen Einweihung des neuen Gerätehauses kam die Pflasterung des Vorplatzes sowie eine Terrasse hinzu. Die Terrasse, die schon so manches Mal zum Feiern bei einem Siegerbierchen herhalten musste, bekam etwas später eine Überdachung. So lädt dieser gemütliche Ort zum Entspannen ein - entweder nach einem anstrengenden Marsch-Tag oder bei einem der allgemeinen Dienste an sommerlichen Abenden. 2007 ging dann auch ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung - durch Spenden konnte (zusätzlich zum LF8) ein MTW angeschafft werden, der in unzähligen Stunden repariert, umgebaut und aufpoliert wurde (investierte Arbeitszeit der Kameraden: 240,5 Std.). Für das neue Einsatzfahrzeug im Furhpark der Freiwilligen Feuerwehr Drögennindorf wurde im Jahr 2010 (Baubeginn: Oktober) ein Carport in Eigenleistung erreichtet - Fertigstellung: Sommer 2011.

     

Die zentrale Lage des Rotklinker-Gerätehauses unweit der B209 ermöglichen das Ausrücken innerhalb kürzester Zeit. Auch die Erreichbarkeit aus allen Winkeln des Dorfes, ist in binnen weniger Minuten, gegeben. Das nun bereits 24 Jahre alte Gerätehaus zeigt sich nach wie vor, von der besten Seite - aber so langsam sind auch hier Erweiterungs- und Sanierungsarbeiten notwendig. Wenn es soweit ist, kann man nur, auf so viele Helfer hoffen, wie damals 1991. Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Drögennindorf - das Zuhause unserer Helden!

 

 

Unsere Feuerwehr kann bereits auf eine kleine Fahrzeug-Historie zurück blicken. Am Anfang gab es noch Pferd und Wagen. Im Laufe der Zeit kamen dann die motorisiereten Pferdestärken. Das Dorf wuchs und so kamen auch immer modernere und größere Einsatzfahrzeuge in den Dienste unserer Feuerwehr. Den Quantensprung schaffte man aber mit der Anschaffung des neuen Löschfahrzeugs, dass feierlich am 05. April 2013 eingeweiht wurde.

Der alte LF8s wird uns immer in guter Erinnerung bleiben - lange, lange Zeit hat er seinen Dienst in unserer Feuerwehr verrichtet! Er war die gute Seele - das Markenzeichen unserer Wehr!

         

PRESSEBERICHT: Der Himmel war grau, und hin und wieder ließen die dicken Wolken einige Tropfen auf die Erde fallen. Ortsbrandmeister Henning Witthöft hätte sich für diesen feierlichen Anlass, Sonnenschein gewünscht. Die Stimmung war dennoch heiter und vergnügt. Die dritte Fahrzeugeinweihung seit Gründung der Drögennindorfer Feuerwehr war gut besucht. Die Ansprachen und Glückwünsche wurden verdächtig kurz gehalten - einige Statements blieben aber dennoch im Kopf. So wünschte man den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Drögennindorf viele Einsätze, damit das neue Fahrzeug auch ordnungsgemäß ausprobiert werden kann. Der Sprecher hätte es aber nicht böswillig gemeint. Ein weiterer Lacher des Tages waren die Worte vom Kreisbrandmeister Torsten Hensel. Er meinte, mit diesem Fahrzeug schafft die Feuerwehr Drögennindorf den Quantensprung! Betonte aber auch, dass das alte Fahrzeug zu einer Art Markenzeichen für die Drögennindorfer Wehr geworden sei. Nun ja, dieses nostalgische Flair hat sich vor Wochen in blauen Dunst aufgelöst (wir berichteten). Gemeindebrandmeister Heinrich Rörup schloss sich seinen Vorrednern an und wünschte allzeit gute Fahrt! Umso länger wurde anschließend gefeiert. Im festlich hergerichteten Gerätehaus wurde ordentlich geschlemmt. Ingrid Witthöft mit dem Sinn für Dekorationen hat die Tische wieder blumig und schön eingedeckt - denn das Auge isst bekanntlich mit. Fürs Auge waren auch die herrlichen Kränze an den Fahrzeugen, die dem Ganzen einen perfekten Rahmen gaben. Auch hier hat Ingrid ihre kreative Fertigkeit bewiesen. Ein genauso großes Lob muss man an dieser Stelle auch den „Feuerwehr-Damen“ Pia Schütt und Christiane „Peppe“ Düsterhöft am Grill aussprechen, die sich in der Kälte, um das leibliche Wohl der Gäste gekümmert haben! Dank auch an die Feuerwehrkameraden, die beim Aufbau geholfen haben und an Britt Bostelmann, die den letzten „Feinwisch“ sowie den Ausschank, nebst ihrer Mutter am Abend übernahm. Während in der beheizten Fahrzeughalle geklönt und gefachsimpelt wurde, gab es an den neuen rollenden Perlen ein kleines Einweihungs-Ritual. Burkhard Jäkel klebte zusammen mit Gerätewart Dirk Cohrs, der übrigens an diesem Abend für 25 Jahre im Dienste als vorbildlicher Gerätewart geehrt wurde, einen echten „Glückspfennig“ ins neue Einsatzfahrzeug. Dieser Pfenning soll für unfallfreie und allzeit sichere Fahrt stehen. Die Feuerwehr Drögennindorf ist nun um zwei Einsatzfahrzeuge reicher und hat wieder mal gezeigt, dass sie ein Team sind - ein rundum gelungener Abend.

 

 

Wie in vielen Dörfern des ländlichen Raums trägt die Feuerwehr als Motor der Dorfgemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität bei und bildet den Dreh- und Angelpunkt aller gesellschaftlichen Ereignisse. Dies wird besonders deutlich, wenn man einen Blick darauf wirft, welche Einrichtungen vor gut 25 Jahren im Dorf zu finden waren:

  • ein kleiner Kaufmannsladen
  • eine Gaststätte am Bahnhof
  • eine Gaststätte an der B209 (“Zum Heidewinkel”)
  • eine Tankstelle
  • eine Nebenstelle der Post
  • eine Nebenstelle der Sparkasse
  • eine Nebenstelle der Volksbank
  • die Freiwillige Feuerwehr

Bis auf die Feuerwehr sind alle diese Einrichtungen im Laufe der Jahre verschwunden. Da es auch anderweitig keine Vereine im Ort gibt, ist verständlich, dass der Feuerwehr eine zentrale Rolle für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft zukommt. Und so zeigt es auch die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Drögennindorf, dass die Ausbildungseinheiten (aufgrund der immer moderner werdenden Gesellschaft) wichtiger wurden, und sich immer wiederkehrende dorfgemeinschaftliche Ereignisse größter Beliebtheit erfreuten.

Ein spannendes Stück (Feuerwehr)-Geschichte

Es war die Zeit, in der man Drögennindorf (Drögen-Nindorf) noch mit Bindestrich schrieb und die 100 Seelengemeinschaft ein typisches kleines Bauerndorf war. Mitte der 20er Jahre, 1925 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Drögennindorf - vermutlich im Gasthaus "Zum Heidewinkel", gegründet. Bis heute sind weder das Gründungsprotokoll noch andere schriftliche Dokumente für die ersten drei Jahre der Drögennindorfer Wehr aufgetaucht. Der Grund zur Gründung einer Ortswehr ist unbekannt, nur soviel, dass diese 12 Herren die Freiwillige Feuerwehr Drögennindorf ins Leben riefen:

Gründungsmitglieder

  • Otto Heuer (Feuerwehrhauptmann)
  • Karl Hartmann (Vize-Hauptmann)
  • Otto Feuerhahn
  • Karl Hamester
  • Hermann Hartmann sen.
  • Hermann Hartmann jun.
  • Rudolf Kaiser
  • Fritz Nieswand
  • Hermann Otte sen.
  • Hermann Otte jun.
  • Otto Stegen
  • Heinrich Steinbeck

In der Gründungsversammlung vermutlich Ende Mai 1925 oder in den darauf folgenden Versammlungen hat man die Funktionen bestimmt und sich "vollständig ausgerüstet" (damals rumpelten noch Gespanne über die Hauptstraße aus Kopfsteinpflaster). Über die Anschaffung von Alarmhupen (Nebelhörnern) wurde am 23.06.1925 auf dem Kreisfeuerwehrtag in Kirchgellersen debattiert..

               
Ansichtskarte von 1898                                   Topologische Karte von 1901                    Gasthaus "Zum Heidewinkel" Anfang der 30er

Im Jahre 1929 beschließt man bei zwei Versammlungen im April und November weitere Anschaffungen. Ab sofort soll einmal monatlich am ersten Sonnabend geübt werden. Ab 1930 hießen die im Winter/Frühjahr stattfindenden Versammlungen Generalversammlungen. In den 30ern ist die Geldknappheit offensichtlich weit vorangeschritten, denn es werden drei neue Uniformen aus der Kameradschaftskasse bezahlt und der Jahresmitgliedsbeitrag auf 1,20 Reichsmark gesenkt. Für die tatkräftige Unterstützung bei einem Großfeuer in Betzendorf am 27.09.1931 erhielt die schnellste Truppe (Feuerwehr Drögennindorf) von der Landwirtschaftlichen Brandkasse Hannover eine erste Prämie von 30,- Reichsmark. Im gleichen Jahr öffnet die Landesfeuerwehrschule in Celle..

                  
Gemeindewettkämpfe 1975 in Drögennindorf

Aus dem Jahre 1933 gibt es leider keine protokollarischen Aufzeichnungen, doch eines ist sicher, 1933 bringt deutliche Veränderungen mit sich. Die Freiwilligen Feuerwehren behalten als eingetragene Vereine noch weitgehend ihre Selbständigkeit, werden aber unter staatliche Aufsicht gestellt. Die öffentlichen Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren werden als eine Art "Polizei-Exekutive besonderer Art" der Ortspolizeiverwaltung unterstellt. Mit der neuen Gesetzgebung wird auch eine einheitliche Gliederung der Uniformierung eingeführt. Auch werden genaue Ausbildungsvorschriften erlassen und der Name "Spritzenhaus" wurde einheitlich in "Gerätehaus" umgeändert. Im Jahre 1934 wird die Dreiteilung des Löschangriffs entwickelt - man unterscheidet zwischen Angriffstrupp, Schlauchtrupp und Wassertrupp. Darüber hinaus wird der Gruppenbegriff mit Maschinist, Melder usw. eingeführt. 1935 ist für lange Zeit die letzte Protokolleintragung dokumentiert. 13 Jahre lang hat man unbewusst oder auch bewusst keine Dokumente hinterlassen - es existiert nur ein einziges Protokoll, aus dem auffällig wenig inhaltliche Aussagen zu entnehmen sind. Während der Kriegsjahre ruht der Feuerwehrdienst vermutlich - erst im August 1948 findet wieder eine protokollierte Feuerwehrversammlung statt, die deutlich einen Neubeginn erkennen lässt. Das Protokoll von 1948 spricht von 12 Neuaufnahmen, die listenmäßig erfasst wurden. Eine Motorspritze bleibt zunächst ein nicht finanzierbarer Wunsch. Im gleichen Jahr wird auch das Feuerlöschwesen im Landkreis Lüneburg neu gegliedert: es entstehen 10 Unterkreise - Drögennindorf wird dem Unterkreis Amelinghausen zugeordnet..

      

In den 50er Jahren wird mit Fritz Borchert eine Wettkampfgruppe aufgebaut, die bei den seit 1949 eingeführten Leistungswettbewerben mitmacht. Bei diesen Wettbewerben galt es dabei mit drei C-Schläuchen drei Eimer möglichst schnell vom Pfahl herunter zu spritzen. Diese Eimerwettkämpfe/Eimerspiele zogen in der Nachkriegszeit eine Menge Schaulustige an und waren, wie eigentlich auch bis heute, der Höhepunkt im Feuerwehrwesen. Ebenfalls in den 50ern - vielleicht auch schon vorher - wurde eine britische handbetriebene Sirene "gefunden". Mit einer nachträglich angebauten Standkonstruktion ist diese Sirene noch Bestandteil unseres kleinen "Museums". 1951 erhalten die Kameraden neue Uniformen. 1953 steht Drögennindorf im Zeichen der Unterkreis-Wettkämpfe (heute Gemeindewettkämpfe). Neben den Wettbewerben wird auch ein Ummarsch aller Feuerwehren durch das Dorf veranstaltet. 1956 war man mit dem Bau eines Gerätehauses (7,00m x 5,25m, Kosten: 4.750,- DM) beschäftigt, das durch viel Eigenleistung der Kameraden errichtet wurde. Während das Kassenbuch Ende der 50er immer "dünner" wird, liegt ab 1959 ein erstes Dienstbuch für die Freiwillige Feuerwehr Drögennindorf vor, aus dem die bestehende Wehrstärke aus nur noch 18 Mann ersichtlich ist. Für 1960 liegen so gut wie keine schriftlichen Dokumente vor. Im Jahre 1962 führt das neue Führungsgespann (Artur Otte und Dieter Hartmann) weitere grundsätzliche Strukturveränderungen der Wehr herbei. So gibt es die neue Funktion des Gerätewartes. Zukünftig soll auch ein Kameradschaftsabend durchgeführt werden. Die neu aufgestellte Kampfgruppe erhält mit Werner Pluder einen neuen Gruppenführer. Das Protokoll wird zukünftig von Karl-Heinrich (Heiner) Hartmann geführt - damit ist die deutliche Verjüngung des Kommandos abgeschlossen. 1963 finden die Unterkreis-Wettkämpfe in Drögennindorf statt - eine Bewährungsprobe für die Drögennindorfer Führung - es war organisatorisch und finanziell ein riesiger Erfolg. 1964 stellt die Wettkampfgruppe einen Übungsplatz am Windmoor her, an dem ein Bagger eine Wasserentnahmestelle herstellt..

Zitat aus dem Protokollbuch 1965:Zitat aus dem Protokollbuch 1965: "Beim Abrücken vom Gerätehaus zum Brandeinsatz wird einer bestimmt, um dort noch 15 Minuten zu warten, um Späterkommende zu benachrichtigen, wo und was brennt..."

       

1967 gibt es einige Veränderungen im Kommando - Werner Pluder lehnt eine Wiederwahl zum Gruppenführer ab - Eduard Szczesniak wird gewählt - unter der Voraussetzung, dass ihm eine vollzählige Gruppe zur Verfügung steht. Außerdem wird beschlossen, dass nunmehr ein hauptamtlicher Kassenwart notwendig ist. Nochmals gibt es eine grundsätzliche Bestandsaufnahme sämtlichen Gerätes. 1969 beschließt man, die Löschwasserversorgung in der Siedlung mittels eines Löschbrunnens zu verbessern. 1971 findet in Drögennindorf wieder ein Unterkreis-Wettkampf statt, bei der die Kampfgruppe den 2. Platz erringt. Zur Motivation beschloss man, solange es die Kasse hergab, dass die Gruppe je ein Bier und ein Korn pro Person bekommt. Eine weitere Motivation war sicherlich auch die Anschaffung des neuen Fahrzeugs (TSF), einem VW Bully. Ein absolut erfolgreiches Jahr für die Drögennindorfer Wehr. Im Jahre 1972 steht ein weiterer Wechsel im Kommando an - diesmal betrifft es den Gerätewart, Werner Schütt mit Stellvertreter Horst Litzenberger sind nun für Gerät und Fahrzeug verantwortlich. Dabei soll das "Feuerwehrauto" vierzehntägig ca. 20km bewegt werden. Diese Bewegungsfahrten finden bei uns noch heute (natürlich mit unserem LF8s) statt. 1974 ist die Zeit des großen Umbruchs: die Kassenführung ergibt Beanstandungen, zu den Gerätewarten wurden weiterhin neue Fahrzeugführer gewählt, gleichzeitig diskutierte man über die Aufgabe der Eigenständigkeit der Gemeinde Drögennindorf, Wehrführer Artur Otte sprach acht Beförderungen aus (allein 5 in den Löschmeisterdienstgraden) sowie Zuführung von neuem Material, wie Schläuche, Uniformen und eine Spritze (laut Protokoll). Später gibt die Verwaltungseinheit "Samtgemeinde" ihren Einstand: es werden Aufwandsentschädigungen und Zuwendungen der Samtgemeinde bezahlt und eine neue Tragkraftspritze wird offiziell übergeben..

         

1975 bereitet sich die Drögennindorfer Wehr auf das 50jährige Bestehen vor. Anlässlich diesen "Geburtstags" richtet die Feuerwehr Drögennindorf wieder einmal die Gemeindewettkämpfe aus. Auch wird 1975 das Grillfest, das wir heute noch feiern, aus der Taufe gehoben - zum ersten Mal im Herbst wir das Grillfeuer angezündet - als Dankeschön für die Damen und für alle, die beim Jubiläum geholfen haben. 1976 nimmt Artur Otte Abschied von seiner Funktion als Ortsbrandmeister - er führte die Wehr 15 Jahre lang. Noch in der gleichen Sitzung wird er zum Ehrenortsbrandmeister gewählt. Sein Nachfolger wird sein Stellvertreter Dieter Hartmann, der zusammen mit Artur Otte die Wehr seit 1961 führte. Aus dem Protokollbuch heißt es: "Der 40jährige neue Ortsbrandmeister Dieter Hartmann übernimmt eine straff organisierte, ordentliche, zuverlässige, gut ausgerüstete und gut ausgebildete Wehr!" Dennoch stehen die Zeichen auf Anpassung und Veränderungen - zwei Jahre nach der Verwaltungsreform ist man eine Ortsfeuerwehr Drögennindorf in der (Samtgemeinde)-Feuerwehr Amelinghausen und nicht mehr Gemeindefeuerwehr. Der neue Ortsbrandmeister hat auch Führungslehrgänge in der Landesfeuerwehrschule Celle zu absolvieren, um die offizielle Befähigung zum Ortsbrandmeister zu erwerben. Die neue Funktion eines Ortssicherheitsbeauftragten wird zukünftig durch Horst Witthöft wahrgenommen..

         

Im April 1976 wird eine neue Wettkampfgruppe aufgestellt: Thorsten Bartels, Michael Lau, Horst Litzenberger, Wolfgang Putz, Werner Schütt, Peter Szczesniak, Werner Witthöft und Henning Witthöft. Im Laufe des Januars 1978 versterben drei verdiente Kameraden. Zu Anfang des Jahres 1979 beschließt man alle zwei Monate an jedem 1. Freitag eine Dienstversammlung abzuhalten, um eine gewisse Regelmäßigkeit zu gewährleisten. Dieser Beschluss hat bis heute Bestand. Auch der Grillabend soll jetzt jährlich durchgeführt werden. Heute ist unser traditioneller Dorf- und Grillabend ein überregionales Fest. Eine neue technische Errungenschaft kommt nach Drögennindorf: ein Funkgerät auf dem Fahrzeug. 1980 liegt der Schwerpunkt der Feuerwehr in der Öffentlichkeitsarbeit. In Drögennindorf findet ein Informationstag (Tag der offenen Tür) mit großer Geräteschau statt. Das Kommando um Dieter Hartmann stellt sich 1982 zur Wiederwahl. Das Team wird bestätigt. Da der stellvertretende Ortsbrandmeister Jürgen Otte sich mehr dem Bürgermeisteramt widmen möchte, stellt er sein Dienstposten zur Verfügung. Neuer Stellvertreter wird Gruppenführer Horst Litzenberger. Dessen Nachfolger wiederum wird Henning Witthöft, der die Gruppe bereits ein Jahr kommissarisch leitete. Mit 260 Einsatzstunden ist das Jahr 1982 das Einsatzrekordjahr. Im Jahre 1984 wird Kamerad und Bürgermeister Jürgen Otte neuer Schriftführer, der Karl-Heinrich (Heiner) Hartmann nach 22 Jahren ablöst. Als erfolg- wie schicksalsreiches Jahr geht das Jahr 1986 in unsere Feuerwehrgeschichte ein. Die Feuerwehr stellt zwei Wettkampfgruppen, die sich beide für die Kreiswettkämpfe qualifizieren. Bei einem Großfeuer ist die Drögennindorfer Wehr in vollem Einsatz. Dann 9 Tage später das Unfassbare: In Folge eines Verkehrsunfalls in Richtung Betzendorf versterben zwei Kameraden der Wettkampfgruppe - die Wehr ist für Monate wie gelähmt, war man doch gerade dabei sogar eine dritte Wettkampfgruppe aufzustellen. Jahresanfang 1987: gefährlicher Einsatz: minus 12 Grad, Glatteis und eingefrorene Armaturen machten die Löscharbeiten überaus schwierig..

              

Nach 16 Jahren wird unser alter Bully in Rente geschickt. Das neue VW TSF 8 ist allerdings zu groß für unser Gerätehaus. Ein kleiner Vorbau entsteht. Dennoch sind sicherheitstechnische Mängel am und im zu kleinen Gerätehaus unübersehbar. Mit turnusgemäßen Wahlen beginnt das Jahr 1988. Der wieder gewählte Ortsbrandmeister Dieter Hartmann bekommt mit Henning Witthöft einen neuen Stellvertreter. Henning bleibt auch Gruppenführer und Peter Szczesniak bliebt dessen Vertreter. Neuer Gerätewart wird Dirk Cohrs, der Wolfgang Putz nach 13 Funktionsjahren ablöst. Im Jahr 1989 wird Peter Szczesniak erster Atemschutz-Beauftragter (AGT-Beauftragter). Das Kommando besteht nunmehr aus 8 Kameraden. Aus gesundheitlichen Gründen gibt Henning Witthöft Anfang 1990 den Posten des Gruppenführers auf. Thorsten Otte wird gewählt und bekommt Dirk Cohrs als sein Stellvertreter zur Seite gestellt. 1991 geht in die Geschichte als "Feuerwehrhaus-Bau-Jahr" ein. Im März 1991 wird der Grundstein gelegt und in nur 7 Monaten in viel Eigenleistung der Kameraden fertig gestellt. "Baukoordinatoren" Gerd Müller und Horst Litzenberger erinnern sich: "Teilweise hatten wir gar nicht so viele Hämmer wie freiwillige Helfer". Kamerad Ewald Otte wird zwischenzeitlich stellvertretender Samtgemeindebürgermeister. Das Feuerwehrhaus wird eingerichtet.

            

Das Jahr 1994 beginnt mit weiteren personellen Veränderungen. Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister wird Gerd Müller, Henning Witthöft gibt seinen Posten aus gesundheitlichen Gründen frei. Dennoch bleibt er dem Kommando als Ausbildungsleiter erhalten, dessen Funktion neu eingerichtet wird. Offizieller Gruppenführer wird jetzt Lothar Ständer, der die Gruppe seit 1993 kommissarisch übernahm. Dirk Schütt wird sein Stellvertreter. Gleichzeitig übernimmt Dirk Schütt das Amt des AGT-Beauftragten. Somit wächst das Kommando auf 10 Kameraden an. Daneben etabliert sich ein Festausschuss mit 3 Kameraden, die durch Wahl wechseln. 1995 wird zunehmend mit dem befreundeten ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) geübt. Der Aufbau einer 1.Hilfe-Gruppe (später SAN-Gruppe) beginnt. Anfang 1998 muss nach Erreichen der Altersgrenze Dieter Hartmann die Feuerwehrführung nach 22 Jahren abgeben - Lothar Ständer wird neuer "Chef" der Drögennindorfer Feuerwehr. Burkhard Jäkel wird sein Stellvertreter und Dirk Schütt ist nun neuer Gruppenführer, der von Stefan Bergmann vertreten wird. Aus beruflichen Gründen gibt er den Posten dann aber ein Jahr später an Patrick Heim ab.

Ab dem Millennium - das Jahr 2000

Im Jahr 2000 wird die Freiwillige Feuerwehr Drögennindorf 75 Jahre. Anlässlich dieses schönen Ereignisses wird eine Chronik und Festschrift verfasst, aus der alle hier niedergeschriebenen Worte zitiert wurden....

          

Es dauerte Wochen die Chronik zu durchforsten und Passagen daraus für diese Internetpräsenz heraus zu schreiben. Viel erschreckender ist es, dass es noch immer 15 Jahre sind, die in diese Chronik gehören! Nun haben wir unser 90-jähriges Jubiläum (2015) und bisher hat sich noch niemand an die nervenaufreibende Arbeit gemacht und eine weitere Festschrift verfasst. Sinnvoll ist das ja eh erst zum 100-jährigen Bestehen dieser kleinen, aber starken Feuerwehr - und wie in der freien Wirtschaft gefordert - jung, dynamisch, engagiert! Man darf gespannt sein, denn was vor gut 90 Jahren galt, gilt noch heute: Kameradschaft! Und auch in schweren Zeiten, in denen es so manches Mal Streitigkeiten gab, heißt es nach wie vor: zusammenhalten! Auch die nächste Festschrift wird reichlich informativ, spannend, glorreich und bunt bebildert sein...

 

Zeittafel der Führung und Funktioner

Unsere Ortsbrandmeister

Stellvertretende Ortsbrandmeister

ab 2010                      Henning Witthöft ab 2010                      Frank Ständer
1998 – 2010               Lothar Ständer 2004 – 2010               Dirk Schütt
1976 – 1998               Dieter Hartmann 1998 – 2004               Burkhard Jäkel
1961 – 1976               Artur Otte 1994 – 1998               Gerd Müller
1945/46 – 1961         Hermann Otte 1988 – 1994               Henning Witthöft
1925 – 1945               Otto Heuer 1982 – 1988               Horst Litzenberger
  1976 – 1982               Jürgen Otte
  1961 – 1976               Dieter Hartmann
  1948 (?) – 1961          Hermann Cohrs
  1925 (?) – 1945 (?)     Karl Hartmann
   
Unsere Gruppenführer Stellvertretende Gruppenführer
seit 2004                    Sven Litzenberger seit                              Dirk Cohrs
1998 – 2004               Dirk Schüttt 1999 ?                      Patrick Heim
1994 – 1998               Lothar Ständer 1998 – 1999               Stefan Bergmann
1990 – 1994               Thorsten Otte 1994 – 1998               Dirk Schütt
1982 – 1990               Henning Witthöft 1990 – 1994               Dirk Cohrs
1977 – 1982               Horst Litzenberger
1984 – 1990               Peter Szczesniak
1970 – 1977               Jürgen Otte 1970 – 1984               vermutlich unbesetzt
1967 – 1970               Eduard Szczesniak 1967 – 1970               Werner Pluder
1962 – 1967               Werner Pluder bis 1967                     vermutlich unbesetzt
1946/48 (?) – 1962    Fritz Bochert  
   
Unsere Gerätewarte Unsere Atemschutz-Gerätewarte (Beauftragten)
seit 1988                      Dirk Cohrs seit 2004                    Detlef Bostelmann
1975 – 1988                 Wolfgang Putz 1998 – 2004               Frank Ständer

1972 – 1975                 Werner Schütt

1994 – 1998               Dirk Schütt
1962 – 1978                  Wilhelm Heuer 1989 – 1994               Peter Szczesniak

Ende der 30er – 1962   Heinrich Krüger

 

1932 – Ende der 30er   Otto Feuerhahn

Unsere Kassenwarte

1925 (?) – 1932            Wilhelm Lütgens

seit 2002                    Christian Düsterhöft
  1997 – 2002               Ingo Wordel
Jugendwarte 1976 – 1997               Dietrich Bullermann
seit 2003                    Frank Ständer 1964 – 1976               Bernd Piesker
2001 – 2003              Frank Ständer, Henning Witthöft, Sven Litzenberger 1961 – 1964               Hans-Hermann Otte
  1948 – 1961               Fritz Borchert
Stellvertretende Jugendwarte 1928 – 1948               Hermann Otte jun.
seit 2012                  Manuel Matzke davor vermutlich Hauptmann Otto Heuer selbst
2010 – 2012             Claudia Matzke (wg. Studiumbeginn)  
2003 – 2010             Sven Litzenberger  

 

 

Als wir über eine Versteigerung "Hamburger Feuerwehrfahrzeuge" Anfang 2002 unseren LF8s erhielten, wussten wir, dass dieses Auto in Billwerder gelaufen ist. Nur die wenigsten von uns wussten damals, wo Billwerder (dörflicher Stadtteil von Hamburg) überhaupt liegt. Beim "Dankeschöntag" anlässlich der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2002 in Neuhaus hatte Burkhard Jäkel eine Gruppe Hamburger Feuerwehrführer entdeckt und gefragt, ob denn einer aus Billwerder dabei ist. Da hat sich Hans Meier (damaliger Wehrführer FF Billwerder) gemeldet, und man hat brav die Adressen getauscht - wie es ganz viele Hochflutkämpfer gemacht haben. Tatsächlich haben wir im Herbst einen Termin abgemacht, weil wir doch auch gerne unserem aufgepeppten LF8s die alte Heimat zeigen wollten. Die Billwerder Kameraden haben uns bei Bier und Kurzgegrillten wirklich herzlich empfangen und wir haben ziemlich schnell gemerkt, dass unser beiden Wehren gut zusammenpassen. Wir sind fast gleich alt, gleich groß mit gleichen Strukturen und auch Problemen. So hat sich über all die Jahre eine feste Freundschaft entwickelt. Man trifft sich gelegentlich, unternimmt gemeinsame Ausflüge oder lädt sich zu Veranstaltungen, wie dem Kameradschaftsabend oder einem "Tag der offenen Tür" ein.

       

 

 

Eine Freiwillige Feuerwehr (offizielle Abkürzung in Deutschland ist FF) ist eine öffentliche Feuerwehr, die sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern, mitunter auch einigen hauptamtlichen Kräften (z. B. für den Rettungsdienst etc.) zusammensetzt. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, in den meisten Städten Deutschlands würde es eine Berufsfeuerwehr geben, wird der Brandschutz in Deutschland hauptsächlich durch freiwillige Kräfte sichergestellt. Um in die Einsatzabteilung einer Freiwillige Feuerwehr eintreten zu können, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Der Vorgang der Aufnahme gestaltet sich höchst unterschiedlich, möglich sind eine Aufnahme durch Handschlag nach Teilnahme an mehreren Dienstabenden bis hin zu einer schriftlichen Bewerbung bei der für den Brandschutz zuständigen Institution, bei uns ist ersteres der Fall.

Die Ausbildung in der Freiwilligen Feuerwehr findet auf kommunaler Ebene und auf Landesebene in Feuerwehrschulen statt. Sie gliedert sich nach der Grundausbildung in weitergehende Führungs- sowie technische Ausbildung. Mit Dauer der Zugehörigkeit zur Einsatzabteilung, dem Erwerb weiterer Qualifikationen und der Wahrnehmung von Funktionen können die Feuerwehrangehörigen in der Hierarchie der Dienstgrade aufsteigen. Eine Weisungsbefugnis höherer Dienstgrade gegenüber Feuerwehrangehörigen niedrigerer Dienstgrade besteht jedoch nicht, diese ergibt sich vielmehr durch die Führungsstruktur - im Einsatz durch erworbene und ausgeübte Führungsfunktionen (Gruppenführer, Zugführer, etc.), außerhalb des Einsatzes durch die jeweilige Führungs- und Leitungsstruktur innerhalb der Feuerwehr. Die Brandschutzgesetze der deutschen Bundesländer erlauben den Angehörigen der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr während der Arbeitszeit im Einsatzfalle die Entfernung vom Arbeitsplatz. Die Arbeitgeber erhalten auf Antrag den Lohnausfall von der Kommune erstattet. Dies gilt auch für Ausbildungsveranstaltungen, etwa der Teilnahme an Lehrgängen an einer Landesfeuerwehrschule. Die Arbeitsmarktssituation im 21. Jahrhundert verringert jedoch häufig die Einsatzfähigkeit vieler Freiwilliger Feuerwehren. So wird manchen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten von ihren Arbeitgebern untersagt, während ihrer Arbeitszeit den Arbeitsplatz wegen eines Feuerwehreinsatzes zu verlassen, obwohl dies den gesetzlichen Regelungen widerspricht. Auch die räumliche Entfernung von Wohnort und Arbeitsplatz vermindert vor allem die Tagesalarmbereitschaft der Feuerwehr am Wohnort der Pendler. Zudem stellt die kontinuierlich notwendige Weiterbildung eine zusätzliche Belastung für bereits im Berufsleben geforderte Freiwillige dar.

            

Auch in unserer kleinen beschaulichen Ortswehr wird Ausbildung groß geschrieben. So haben wir zum Beispiel einige AGT-Träger und "Sannis" in unseren Reihen. Ihre Ausbildung verläuft kontinuierlich und verlangt so manchen Leistungsnachweis (Untersuchung).

AGT - Definition

Als Atemschutzgeräteträger (AGT) bezeichnet man Personen, die sowohl medizinisch als auch ausbildungsmäßig in der Lage sind, ein Atemschutzgerät zu tragen. Diese Geräte sollen bei der Arbeit oder Rettung

Zum Tragen von (umluftunabhängigen) Atemschutzgeräten ist in Deutschland die von der Berufsgenossenschaft geforderte arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach Grundsatz G26 ("Träger von Atemschutzgeräten für Arbeit und Rettung") nötig. Die arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung wird dazu in 3 Gruppen aufgeteilt:

Ein Atemschutzgeräteträger hat die Ausbildung für das Tragen von Pressluftatmern sowie den dazu gehörigen Leistungstest erfolgreich absolviert und ist damit berechtigt unter Atemschutz zu arbeiten. AGTs werden überall dort eingesetzt, wo die Luft wegen Sauerstoffmangels oder enthaltenen Atemgiften nicht atembar ist, etwa bei Gefahrstoffunfällen oder Bränden. Aus medizinischer Sicht muss ein Atemschutzgeräteträger vor allem eine gute Lungenfunktion haben. Er darf aber auch nicht an Raumangst leiden und muss auch unter Stress besonnen handeln können. Diese Bedingungen sind notwendig, wenn jemand aus beruflichen Gründen mit Atemschutzgeräten arbeiten muss, beispielsweise Schweißer, die in einem Tank arbeiten. Besonders anstrengend sind naturgemäß Tätigkeiten, wie sie zum Beispiel in Feuerwehren anfallen oder im Katastrophenschutz. Im Katastrophenschutz kommen fast ausschließlich AGT nach G26.3 zum Einsatz. Die Untersuchung nach G26.3 ist für drei Jahre (bei über 50-Jährigen nur ein Jahr) gültig und muss dementsprechend regelmäßig wiederholt werden. Hierbei wird getestet, ob die Person die nötige körperliche Verfassung zum Tragen von schwerem Atemschutz mitbringt. Der Test setzt sich zusammen aus Lungenfunktionstest, Belastungs-EKG, Urinuntersuchung, Röntgen-Thorax (wegen der Strahlenbelastung nur alle 72 Monate). Außer der dafür notwendigen (amts)ärztlichen Untersuchung muss ein Atemschutzgeräteträger im Katastrophenschutz weiterhin noch

Wird eine der genannten Bedingungen nicht erfüllt, verliert der Atemschutzgeräteträger seine Einsatzfähigkeit und stellt im Einsatzfall eine Gefahr für sich und andere dar. Die Einsatzfähigkeit kann auch durch längere Krankheit verloren gehen. Es kann eine erneute Untersuchung nach dem Grundsatz der G26.3 erforderlich sein.

       

Einsatztaktik

Atemschutzgeräteträger gehen nur truppweise (zu zweit oder zu dritt) vor, so dass einer den anderen unterstützen oder um Hilfe rufen kann, falls es zu Problemen im Gefahrenbereich kommt. In Ausnahmefällen, wie etwa bei engen Schächten, kann der Geräteträger auch allein mit Seilsicherung vorgehen. Im Katastrophenschutz ist grundsätzlich die Bereitstellung eines zusätzlichen Sicherheitstrupps für jeden Angriffsweg vorgeschrieben Totmannwarner an einem Pressluftatmer. Zusätzlich dazu werden bei einer Atemschutzüberwachung aus Sicherheitsgründen der Einsatzbeginn, das Einsatzziel, aktuelle Aufenthaltsorte sowie die Menge an noch vorhandener Druckluft dokumentiert. Der Umgang mit Atemschutzgeräten bei Hilfsorganisationen, vor allem bei der Feuerwehr, ist mit einem hohen Ausbildungsaufwand verbunden. So muss beispielsweise das Absuchen von verrauchten Wohnungen oder Hallen, die effektive Brandbekämpfung oder der Umgang mit in Not geratenen Atemschutztrupps immer wieder geübt werden, um einen hohen, überlebensnotwendigen Standard zu gewährleisten. Vielerorts werden inzwischen Bewegungslosmelder (Totmanneinrichtung) eingesetzt. Ein Fühler reagiert auf die Bewegungen des Trägers. Bleibt dieser für längere Zeit regungslos, wird ein lauter Alarm gegeben. Optional haben einige Geräte auch Temperatursensoren integriert.

Unsere SAN-Gruppe

Grundsätzlich ist jedes aktive Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr gut in Erster Hilfe ausgebildet. Für eine regelmäßige Auffrischung der Kenntnisse wird durch Wiederholungslehrgänge und feuerwehrinterne Weiterbildung gesorgt. Durch die vielen Verkehrsunfälle, insbesondere an der B 209, kam die Idee auf, besonders gut ausgebildete Feuerwehrleute für eine qualifizierte Erste Hilfe bereitzustellen. Denn oft ist die Feuerwehr als erstes an der Unfallstelle, noch bevor Sanitätsfachdienst oder gar der Notarzt da ist. Diese Überlegungen führten zur Bildung der San-Gruppe, die mehr kann als “nur” Erste Hilfe. Sie wurde 1994 durch einen Anstoß der FF Amelinghausen gebildet. Die Wehr Amelinghausen fragte an, ob in Drögennindorf Interesse an einer Ausbildung zum Sanitätshelfer bestehe. Die sechs freiwilligen Kameraden wussten zunächst nicht, dass die erste Stufe dieser Ausbildung bereits knapp 560 Stunden in Anspruch nehmen würde. Die sechs Freiwilligen starteten aber voll durch und bewältigten einen weiteren Lehrgang der Stufe S 3, der zu bestimmten medizinischen Hilfeleistungen berechtigt. Unsere in der San-Gruppe aktiven Kameradinnen und Kameraden üben einmal monatlich gemeinsam mit den Kameraden aus Amelinghausen, mit denen wir eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Sanitätsausbildung pflegen. Der ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) unterstützt uns dabei in vielfältiger Weise. Am Einsatzort erkennt man die Kameradinnen und Kameraden der San-Gruppe an einem Aufkleber (grüner Kreis mit weißem Kreuz) auf der Helmvorderseite.

Unsere Übungsabende beginnen jeweils um 19:30 im Schulungsraum der FF Amelinghausen. Termine bitte dem Dienstplan entnehmen.

        
Bei der Ausbildung und lebensrettende Materialien

San-Gruppe Definition

Sanitäter ist eine Bezeichnung im Allgemeinen für nichtärztliches Personal im Sanitäts-/Rettungsdienst oder des militärischen Sanitätswesens sowie im Speziellen für eine Person, die eine Sanitätsausbildung absolviert hat.

Bezeichnung

In Deutschland bezeichnet der Begriff Sanitäter oder Sanitätshelfer neben der allgemeinen Bedeutung für nichtärztliches Personal in der Notfallmedizin (→Rettungsfachpersonal) auch

allgemein eine Position mit nichtärztlicher medizinischer Basisqualifikation, z.B. in Stärke- und Ausstattungsnachweisungetrophenschutzfachdiensten.

gezielt eine Person, die eine Sanitätsausbildung absolviert hat (im Gegensatz zu weiterführenden Ausbildungen nach staatlichen Ausbildungs- und Prüfungsordnungen: Rettungshelfer, Rettungssanitäter, Rettungsassistent).

Es gibt weitere Interpretationen und Abwandlungen für die Bezeichnung sowie unterschiedliche Ausbildungsstufen.

Einsatzbereich

Mitglieder von Hilfsorganisationen, die eine Sanitätsausbildung absolviert haben, werden üblicherweise im Sanitätswachdienst bei Veranstaltungen, im Sanitätsdienst (Katastrophenschutz), als Helfer vor Ort zur Überbrückung des therapiefreien Intervalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und auch als Hilfskraft im Rettungsdienst eingesetzt. Die Sanitätsausbildung stellt auch eine Zusatzqualifikation für Einsatzkräfte anderer Organisationen (z. B. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk) dar, hiermit werden Helfer zusätzlich für die erweiterte Erstversorgung von Betroffenen als auch für die Sicherung der eigenen Einsatzkräfte vorbereitet.